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6-Phasen-Behandlung

Eine Paro­dontitis­behandlung umfasst sechs Phasen. Die Phasen eins bis vier dienen dazu, eine Ausgangslage zu erzielen, die den Aufwand für die regelmäßig wiederholte Reinigung so gering wie möglich hält.

Die sechs Phasen der Paro­dontitis­behandlung:

Die erste Phase umfasst die Vorbehandlung. In zwei bis drei Sitzungen innerhalb von zwei Wochen nehmen wir je eine Zahnreinigung vor und kontrollieren, ob eine optimierte Mundhygiene die gewünschte Verbesserung bringt.

Darüber hinaus ermitteln wir den Parodontalstatus, bei dem wir sehen können, wie weit die Parodontitis bereits fortgeschritten ist und welche Zähne betroffen sind. Je nach Notwendigkeit werden zudem aktuelle Röntgenaufnahmen angefertigt und Fotos der Schädigungen erstellt.

Schreitet eine Parodontitis rasch voran, kann außerdem ein Parodontitisrisikotest sinnvoll sein. Dieser zeigt uns, ob bestimmte Bakterien vorhanden sind, die das Fortschreiten der Parodontitis fördern. Unter Umständen kann dann die Gabe von Antibiotika erfolgen.

In der zweiten Phase, der Initialtherapie (oder: nichtchirurgische Starttherapie), entfernen wir in zwei aufeinander folgenden Sitzungen bakterielle Beläge an den Zahnwurzelflächen und glätten die Wurzeln unter örtlicher Betäubung.

Der Reevaluationsbefund findet ca. zwei bis drei Monate später statt. Wir überprüfen den Erfolg der bisherigen Behandlungsphasen und ermitteln erneut den Parodontalstatus sowie das Restrisiko für ein weiteres Fortschreiten der Parodontitis. Ist die Initialtherapie erfolgreich verlaufen, kann sich direkt die fünfte Phase – die unterstützende Parodontitistherapie – anschließen.

Bei manchen Patienten folgt nun eine korrektive Phase. Wir nehmen eine chirurgische Nachbehandlung vor, um Restrisiken für ein Fortschreiten der Parodontitis zu minimieren. Wie viele Termine erforderlich sind, stimmen wir individuell mit Ihnen ab.

In einer ausführlichen Beratung besprechen wir mit Ihnen das mögliche Vorgehen und die weiteren, empfehlenswerten Schritte. Ist der Zahnhalteapparat mit Zahnfleisch, Haltefasern und Kieferknochen weit zurückgegangen, kann ein Gewebe- und Knochenaufbau sinnvoll sein.

Nach der Heilungsphase gehen wir zur unterstützenden Parodontitistherapie über.

Eine Parodontitis ist eine chronische Erkrankung. Das bedeutet: Sie kann lediglich aufgehalten, aber nicht geheilt werden. Die unterstützende Parodontitistherapie (UPT) ist eine wichtige Säule, um den erreichten Mundgesundheitszustand möglichst dauerhaft zu bewahren.

Bestandteile der Nachsorge sind insbesondere professionelle Zahnreinigungen, bei denen Zähne und Zahnfleisch gründlich gereinigt werden. Die zeitlichen Abstände zwischen den Zahnreinigungen hängen dabei vom Mundgesundheitsgrad des Parodontitispatienten ab.

Für manche Patienten ist auch die sechste und letzte Phase der mukogingivalen Chirurgie notwendig. Bei diesem „Zahnfleisch-Lifting“ können wir mit einer Zahnfleischtransplantation beispielsweise zurückgegangenes Zahnfleisch durch Transplantate neu formen.

Informationen zu den einzelnen Behandlungsphasen finden Sie auch in der Gesundheitswelt.